Nassfutter entspricht am besten den natürlichen Bedürfnissen von Katzen, vorausgesetzt, die Qualität stimmt! Als Experten für Katzengesundheit und Wohlbefinden geben wir dir in diesem Artikel alle wichtigen Tipps für die Wahl des richtigen Nassfutters.
Im Katzennapf gibt es zwei Arten von Futter: Nassfutter (auch Terrine, Mousse oder Häppchen genannt) und Trockenfutter. Tierernährungsspezialisten und Wissenschaftler sind sich einig: Feuchte Nahrung, also Nassfutter, ist für die Gesundheit unserer Katzen am besten, vorausgesetzt, die Qualität stimmt.
Und das aus gutem Grund: Nassfutter bietet viele Vorteile.
Anders als Trockenfutter ist es sehr wasserreich und versorgt unsere Katzen optimal mit Flüssigkeit. Wichtig, da Katzen sich hauptsächlich über die Nahrung hydratisieren. Es beugt Harnwegsproblemen vor und reduziert das Risiko von Übergewicht, Fettleibigkeit und Diabetes, da es sehr kalorienarm ist. Für gefräßige Katzen ist Nassfutter besonders sättigend. Es füllt den Magen. Nassfutter ist wie eine Maus in der Dose 😺
Aber Vorsicht: Nicht jedes Nassfutter ist hochwertig. Manche Produkte haben Nährstoffmängel, sind zu kohlenhydratreich oder enthalten minderwertige Proteine, die deiner Katze ernährungsphysiologisch wenig bringen.
In diesem Artikel zeigen wir dir 5 wichtige Kriterien für die Wahl des idealen Nassfutters.
Du suchst auch Trockenfutter? Hier findest hier unsere Tipps für die beste Wahl für deine Katze.
Für Kitten-Besitzer haben wir auch einen Ratgeber zur Wahl von Kitten-Trockenfutter.
Unsere Tipps für die Wahl des besten Nassfutters für deine Katze
1/ Wähle vollständiges Nassfutter für deine Katze
Das Wichtigste zuerst: Deine Katze braucht vollständiges Nassfutter!
Im Handel gibt es zwei Arten: vollständiges Nassfutter (Alleinfuttermittel) und ergänzendes Nassfutter (Ergänzungsfuttermittel) – und die sind grundverschieden.
Vollständiges Nassfutter liefert allein alle wichtigen Nährstoffe für die Gesundheit deiner Katze: Proteine, Fette, Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe in ausreichender Menge. Du musst nichts ergänzen.
Ergänzendes Nassfutter hingegen muss mit anderem Futter kombiniert werden, um Mangelerscheinungen zu vermeiden. Es fehlen wichtige Nährstoffe wie zugesetzte Vitamine und Mineralstoffe.
Unsere Empfehlung: Wähle vollständiges Nassfutter, um alle Nährstoffbedürfnisse zu decken.
Bei Ziggy ist jedes Nassfutter ein ALLEINFUTTERMITTEL.
2/ Nassfutter muss reich an hochwertigen Proteinen sein
Gutes Nassfutter ist reich an hochwertigen tierischen Proteinen!
Katzen sind strikte Fleischfresser. Ohne tierische Proteine können sie nicht gesund bleiben.
Die Hauptzutat muss tierisches Protein sein: Rind, Huhn, Lachs oder Schwein. Niemals sollten ‘Getreide’, ‘Weizen’ oder ‘Kartoffel’ an erster Stelle stehen. Steht ‘Weizen’ als erste Zutat, ist keine tierische Quelle der Hauptbestandteil.
Aber Vorsicht: Viele Proteine heißt nicht automatisch gute Qualität.
Manche Hersteller verwenden aus Kostengründen kein hochwertiges Muskelfleisch oder edle Innereien, sondern rekonstituiertes Fleisch (Mischung aus pflanzlichen und tierischen Proteinen), Separatorenfleisch oder minderwertige Fleischstücke mit viel Kollagen.
Diese Proteinquellen haben keinen ernährungsphysiologischen Nutzen. Wie in unserem Artikel über Proteine erklärt, kann die Katze sie nicht für ihren Stoffwechsel nutzen. Die Aminosäuren werden über den Urin ausgeschieden, langfristig werden die Nieren belastet.
Unsere Empfehlung: Wähle vollständiges Nassfutter, reich an hochwertigen Proteinen!
Ziggy-Tipp: So erkennst du Proteinqualität
Achte auf das Protein-Phosphor-Verhältnis (PPV)! Es zeigt die Proportion zwischen Proteinen und Phosphor. Je höher, desto besser: ab 25 aufwärts ist gut!
Phosphor steckt hauptsächlich in Skeletten und Knochen. Ein PPV unter 25 deutet auf Skelett- oder Knochenreste im Futter hin. Das PPV ist nicht immer auf der Verpackung angegeben. Du kannst es jedoch selbst berechnen, indem du den Rohproteingehalt durch den Phosphorgehalt teilst.
Beispiel: 10 % Protein ÷ 0,41 % Phosphor = 24,3 (nicht optimal)
Bei Ziggy findest du weder rekonstituiertes Fleisch noch Tiermehl in unserem Nassfutter. Wir verwenden nur Muskelfleisch und edle Innereien (Herzen, Lebern, Lungenflügel) mit großem Nährwert und hoher Verwertbarkeit für unsere Katzen.
Alle unsere Nassfutter haben ein hohes PPV. Beispiel: Unser Nassfutter mit Lachs hat ein PPV von 109,6.
3/ Der Proteinbedarf muss gedeckt sein
Nassfutter muss nicht nur reich an hochwertigen Proteinen sein, sondern auch den tatsächlichen Bedarf decken.
Erwachsene Katzen brauchen 5,2 bis 6 Gramm Protein pro Kilogramm optimales Körpergewicht täglich, um ihre Muskelmasse zu erhalten.
Ohne ausreichend Protein baut die Katze eigene Muskelmasse ab, mit Gewichtsverlust als Folge. Starker Gewichtsverlust erhöht das Kreatinin im Körper, das die Nieren ‘reinigen’ müssen. Je mehr die Nieren arbeiten, desto stärker werden sie belastet. Chronische Nierenerkrankung kann die Folge sein.
Das Nassfutter deiner Katze muss unbedingt ihren Bedarf decken.
So erkennst du, ob der Bedarf gedeckt ist: Das Protein-Kalorien-Verhältnis (PKV) zeigt die Proteinmenge pro Mahlzeit. Idealwerte:
- 75 g/mCal für unkastrierte (aktive) Katzen
- 87 g/mCal für kastrierte oder wenig aktive Katzen
- 100 g/mCal für kastrierte und wenig aktive Katzen
Wenn es nicht auf der Verpackung angegeben ist, mache diese kleine Rechnung:
% Rohprotein ÷ Umsetzbare Energie (ME) × 1000
Bei Ziggy deckt unser Nassfutter den Bedarf deiner Katze perfekt ab. Unser Nassfutter für kastrierte erwachsene Katzen mit Huhn und Lachs hat ein PKV von 109,8 g/mCal. Und das für unkastrierte erwachsene Katzen hat ein PKV von 83,3 g/mCal.
4/ Stärkefreies Nassfutter wählen
Stärke ist ein Kohlenhydrat, das hauptsächlich in Getreide (Reis, Weizen, Mais) vorkommt. Und diese Zutaten werden überwiegend in Nassfutter für Katzen verwendet.
Dabei muss man wissen, dass viele unserer Katzen, insbesondere Sphynx und Bengalen, dazu neigen, Stärke schlecht zu verdauen. Und übermäßiger Konsum kann zu Verdauungsproblemen führen, wie Durchfall, Verstopfung oder auch Mundgeruch. Schlechte Verdauung = schlechter Atem!
Schwer verdaulich gilt Stärke übrigens nicht als essenzieller Nährstoff für unsere Katzen. Kohlenhydrate, einschließlich Stärke, müssen nicht in der Nahrung unserer Samtpfoten vorhanden sein, denn diese können Glukose selbst aus Aminosäuren synthetisieren. Diese werden von den tierischen Proteinen freigesetzt, sobald sie im Verdauungstrakt verdaut werden.
Getreidefrei bedeutet nicht stärkefrei!
Vorsicht bei getreidefreiem Nassfutter, denn getreidefrei heißt nicht automatisch stärkefrei.
Dieses Kohlenhydrat findet sich auch in Knollen (Kartoffel, Tapioka) und Hülsenfrüchten (Kichererbsen, Linsen). Zutaten, die von Herstellern verwendet werden, um Getreide zu ersetzen.
Diese Alternativen können viele Kohlenhydrate ins Katzenfutter bringen.
Deine Katze wird es schwer verdauen und könnte sogar einige Gesundheitsprobleme entwickeln: Übergewicht, Fettleibigkeit.
Da die Katze ein strikter Fleischfresser ist, dessen ‘natürliche’ Ernährung hauptsächlich auf proteinreicher Beute basiert, wurde zudem vermutet, dass kohlenhydratreiche Nahrung die Insulinausschüttung erhöhen und so die Entwicklung von Diabetes mellitus bei Katzen begünstigen könnte (2017 Studie).
5/ Nassfutter mit niedrigem Phosphorgehalt
Ein oft übersehenes Kriterium: der Phosphorgehalt. Zu viel Phosphor kann langfristig die Nieren schädigen.
Mehrere Studien, darunter die von Böswald (2018) und Dobenecker (2018) haben gezeigt, dass Futter mit zu viel verdaulichem Phosphor schädliche Auswirkungen auf die Nierenfunktion unserer Katzen haben kann.
Um zu wissen, ob das Nassfutter deiner Katze im Phosphor ausgewogen ist, überprüfe das Ca/P-Verhältnis.
Wenn deine kastrierte Katze nicht an Niereninsuffizienz leidet, sollte dieses zwischen 1 und 2 liegen.
Nicht angegeben? Kein Problem, einfach selbst berechnen:
Calciumgehalt ÷ Phosphorgehalt
Beachte, dass Phosphor nicht aus der Nahrung deiner Katze verbannt werden darf. Phosphor ist ein unverzichtbares Makroelement, das an der Synthese von Aminosäuren und Proteinen beteiligt ist. Es arbeitet auch in Synergie mit Calcium. Die Dosis macht’s: Ein bisschen ja, zu viel nein.
Unser Nassfutter, genau wie unser Trockenfutter für Katzen, ist phosphorarm und hat ein Ca/P-Verhältnis von 1,5
Der Ratgeber für die richtige Wahl von Nassfutter für Katzen
In diesem Artikel haben wir 5 wichtige Kriterien für gesundes Nassfutter vorgestellt.
Es gibt aber noch mehr zu beachten: Fettgehalt, Rohaschegehalt und weitere wichtige Faktoren.
Alles Wichtige in unserem kostenlosen Ratgeber (aktuell nur auf französisch):
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FAQ – Das richtige Nassfutter wählen
Was ist das beste Nassfutter für eine Katze?
Das beste Nassfutter für deine Katze ist:
- Vollständig (Alleinfuttermittel)
- Reich an hochwertigen tierischen Proteinen
- An den Proteinbedarf angepasst
- Ohne Stärke, kohlenhydratarm
- Phosphorarm
Warum ist Nassfutter oft besser als Trockenfutter?
Weil es der natürlichen Ernährung der Katze näher kommt und sehr wasserreich ist. Nassfutter unterstützt die Hydratation und reduziert das Risiko von Harnwegsproblemen. Es ist außerdem kalorienärmer und hilft so, das Risiko von Übergewicht und Fettleibigkeit zu begrenzen.
Kann man seine Katze nur mit Nassfutter ernähren?
Ja, vorausgesetzt, es ist ein vollständiges Alleinfuttermittel und von guter Qualität, um dem kleinen Begleiter täglich das Beste zu bieten.